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 Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie - Schönheitsoperationen
Klinik Dr. Katrin Müller
Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Pfeil Ein neues Kapitel in der Brustchirurgie

HAZ 2014-10 Brustchirurgie

Schönere und dauerhafte Operationsergebnisse dank eines innovativen Systems für die Brust.

HAZ Bericht

Eine Bruststraffung oder -verkleinerung gehört zu den regelmäßig nachgefragten Eingriffen in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie. Dr. Katrin Müller wendet hierbei ein neues System an, mit dem vor allem auch ein sehr gutes Langzeitergebnis erzielt wird. „Eine gewisse Zeit nach einem Eingriff unterliegt auch eine gestraffte Brust wieder den Gesetzen der Schwerkraft“,erklärt die Medizinerin.

Mit ihrer Methode wird das Volumen von innen mithilfe eines Silikonstreifens verankert. „Das funktioniert gewissermaßen wie ein innerer BH ohne Hilfe von körpereigenem Material, das auch wieder an Elastizität nachgibt“, sagt Dr.Katrin Müller. Denn auch dieses sei nicht so dauerhaft elastisch wie die Schlinge aus Silikon. „Der Streifen bleibt stabil, ist nicht tastbar,und die Langzeitergebnisse sind sehr gut“, betont die Chirurgin.

Das Verfahren wird schon lange im Universitätsklinikum in Brüssel erfolgreich angewendet. Auch für Frauen mit einer schwierigen Hautqualität oder dem Wunsch nach einer großen, aber straffen Brust ist die neue Methode ein Gewinn. „Straffung kennt Grenzen, und wenn die Elastizität der Haut spür- und sichtbar nachlässt, kann das System helfen und stützen, das Operationsergebnis wird gewahrt“, betont Dr.Katrin Müller. Bei Bruststraffungen könne so auch auf Implantate verzichtet werden, um die ganzheitliche Fülle der Brust zu erzielen. „Durch das dauerhafte Heben mit dem inneren Silikonstreifen kann zudem auch der obere Pol einer Brust langfristig voller geformt werden.“

Da bei Brustoperationen aber auch Implantate nach wie vor eine große Rolle spielen, arbeitet Dr. Katrin Müller auch in diesem Bereich mit innovativem Material. „Die neuen Brustimplantate sind mit sogenanntem Micro-Polyurethan-Schaum beschichtet, dasverringert deutlich die Gefahr einer Kapselfibrose“, betont die Expertin. Denn eine mögliche Komplikation nach einer Brustvergrößerung oder Formoptimierung der Brust durch Implantate kann die „Verfestigung“ der sich um jedes Brustimplantat ausbildenden Implantatkapsel sein. Die Kapselfibrose kann tastbare Verhärtungen oder auch sichtbare Einziehungen ausbilden. Schmerzen durch die Fibrose sind ebenfalls möglich.

Um eine Kapselfibrose zu vermeiden, werden bei der Operation verschiedene Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Ein Risiko bleibt jedoch bestehen, und viele Frauen verwehren sich dem Wunsch der Formoptimierung der Brust aus Angst vor möglichen Komplikationen. Die Anwendung von mit Micro-Polyurethan-Schaum (MPS) beschichteten Silikonimplantaten ermöglicht dieses Restrisiko zusätzlich noch zu verringern. In umfassenden klinischen Studien wurden an einer großen Patientinnenzahl über zwei Jahrzehnte hinweg Kapselkontrakturen ermittelt. Eine deutlich geringere Anzahl an Kapselkontrakturen konnte bei MPS-Implantaten nachgewiesen werden.

Bei der Herstellung erfolgt die Vereinigung der Schaumbeschichtung mit dem Silikongelimplantat mittels Vulkanisierung. Der MicroPolyurethan-Schaum ermöglicht ein umgehendes Verkleben des Implantates in der Gewebeumgebung,der Implantathöhle. Damitverringert sich zusätzlich noch das Risiko einer Implantatdrehung oder eines Verrutschens des Implantates nach der Operation. Die das Brustimplantat umgebende MPS-Matrix unterstützt das zelluläre Einwachsen des Implantates in seiner Umgebung, und eine schwammartige und gefäßreiche Gewebeschicht umschließt im Verlauf das Implantat.

„Diese Implantate sind ideal für Frauen, die Komplikationen bei einer Brustvergrößerung befürchten“, sagt Dr. Katrin Müller. Der Eingriff dauert nur unwesentlich länger, die Heilungsphase sei ebenfalls nahezu identisch zur herkömmlichen Implantatversorgung. „Die Schaumimplantate lassen die Brust für einige Wochen allenfalls etwas fester erscheinen.“

Im Vergleich werden Implantate ohne MPS-Beschichtung von einer gering durchbluteten Zellstruktur umgeben, die im Verlauf eher eine straffe Formation annehmen kann, also eine Kapselfibrose ausbildet. „Die Implantate an sich sind mit hochvernetztem Silikongel gefüllt und ermöglichen nach der Operation ein natürliches Aussehen, aber auch ein natürliches Tast- und Bewegungsverhalten“, betont die Expertin.

aus “Hannoversche Allgemeine Zeitung”, Oktober 2014