Operationen im Gesicht Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie - Schönheitsoperationen
Klinik Dr. Katrin Müller
Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Die Ohrenkorrektur

(Ohrkorrektur / Otoplastik)

Ohrenkorrektur

Der zugegebenermaßen sehr unschöne Begriff “Segelohren” trifft es auf den Punkt: Während die normale Form der Ohren durch eine dreidimensionale Wölbung des Ohrmuschelknorpels bestimmt wird, gibt es hier jedoch in einigen Fällen genetisch bedingte Abweichungen. Knorpelteile können zu groß sein. Auch die Wölbungen des Ohres sind manchmal zu gering ausgeprägt, dann steht das Ohr von Geburt an übermäßig vom Kopf ab.

Auch durch Unfälle oder bedingt durch das Tragen von Ohrringen und “Spacern” kann eine Ohrkorrektur erforderlich machen.

Insbesondere im Kindesalter können abstehende Ohren zu psychischen und sozialen Problemen führen, denkt man nur an Hänseleien in Kindergarten und Schule. Um dies zu vermeiden, werden Ohrkorrekturen meist im frühen Kindesalter durchgeführt. Das Wachstum der Ohrmuschel gilt nach dem fünften Lebensjahr als abgeschlossen. Daher ist eine Operation im Vorschulalter empfehlenswert. Wurde der Eingriff im Kindesalter versäumt, kann er aber problemlos auch bei Jugendlichen und im Erwachsenenalter durchgeführt werden.

Je nach Ausgangsbefund stehen verschiedene Operationstechniken zur Auswahl. Zudem können durch einen kleinen Eingriff eingerissene oder zu lange Ohrläppchen sowie übergroße Ohrsteckerlöcher korrigiert werden.

Wichtiges in Kürze
Behandlung Ca. 1-2 Stunden, je nach Methode
Narkose Je nach Methode örtliche Betäubung, mit oder ohne Dämmerschlaf, Vollnarkose
Nachsorge Bei einer Ohranlegeplastik ist das Tragen eines Stirnbandes zur Unterstützung der Heilung für 3 Wochen über Tag und Nacht erforderlich. Bei kleineren Eingriffen bedarf es nur regelmäßigen Wundkontrollen.
Heilung Ambulant, gesellschaftsfähig nach 1-3 Tagen. Bei kleineren Korrekturen besteht keine Ausfallszeit.

Allgemein

Ziel der Ohrkorrektur ist es, dem Ohr oder dem Ohrläppchen eine natürliche Form und Größe zu verleihen. Dabei werden bei der Ohrkorrektur unterschiedliche Methoden zur Knorpelformung, zur Entfernung des Hautüberschusses und zur Nahttechnik verwendet und dabei ggf. kombiniert.

Operation

Bei der Korrektur abstehender Ohren mit fehlender Ohrknorpelkrümmung (Anthelix) wird der Ohrknorpel über einen Hautschnitt an der Rückseite des Ohres freigelegt. Der Knorpel muß geschwächt werden, um eine Krümmung an der richtigen Stelle zu erleichtern. Im Anschluss wird der Knorpel neu geformt. Diese natürlich wirkende Krümmung wird durch permanente Nähte am Knorpel langfristig erhalten (Nahttechnik nach Mustardé). Ist der Winkel zwischen Ohrmuschelknorpel und Kopf sehr groß, wird die Ohrmuschel zudem mit Hilfe bleibender Nähte nach hinten ausgerichtet. Auch kann es nötig sein, überschüssigen Knorpel zu entfernen. Eine spezielle im Ausland erlernte Technik kann die permanenten Nähte im Ohrknorpel überflüssig machen.

Liegt ein signifikanter Knorpelüberschuss vor (hyperplastische Deformierung) und bzw. oder eine zu große Ohrmuschel, kann durch Knorpelentfernung oder Verschiebung von Knorpelhautteilen eine neue, attraktivere Form erzielt werden.

Eingerissene oder zu große Ohrläppchen – wie sie beispielsweise durch Tragen von Ohrringen entstehen können – erhalten durch Entfernen der Narbe oder des Überschusses wieder eine normale Größe und Optik zurück.

Nach der Ohrkorrektur wird der Zugang mit feinen Nähten verschlossen und ein weicher Verband wird angelegt, um Nachblutungen sowie Blutergüsse zu verhindern und die Form des korrigierten Ohres zu stabilisieren. Bei einer Ohrläppchenkorrektur reicht in der Regel ein Pflasterverband.

Nachsorge

Regelmäßige Kontrollen nach einer Ohrenkorrektur oder Ohrläppchenkorrektur stellen einen optimalen Heilungsverlauf sicher.